Klinik Fusion ist perfekt ovb, 29.05.2009 Rosenheim - Damit ist der Zusammenschluss der Krankenhäuser in Bad Aibling, Prien und Wasserburg mit dem Klinikum Rosenheim perfekt. Der Kreistag stimmte gestern Vormittag einstimmig zu. Am Abend sprach sich dann auch der Rosenheimer Stadtrat für die Fusion aus.
Positiv über alle Parteigrenzen hinweg wurde in der gestrigen Sitzung des Kreistages im Rosenheimer Landratsamt die Fusion der drei Triamed-Kliniken des Landkreises mit dem Klinikum Rosenheim beschlossen. Auch wenn von einigen Diskussionsrednern noch kleine Anmerkungen kamen, votierten letztlich alle Kreistagsmitglieder für das umfassende Vertragswerk.
In einem Gespräch mit unserer Zeitung war Landrat Josef Neiderhell sichtlich erleichtert über die Geschlossenheit: «Es war ein hartes Jahr, das jetzt in der gemeinsamen Krankenhausgesellschaft einen positiven Abschluss findet.» Der einstimmig gefasste Beschluss sei ein Zeichen dafür, dass gut verhandelt worden sei, so Neiderhell weiter.
Wie berichtet, erhofft man sich von der Fusion keine Konkurrenz untereinander, sondern sinnvolle Ergänzungen der einzelnen medizinischen Fachrichtung mit Spezialisierung in bestimmten Bereichen am jeweiligen Standort. So ist etwa für die Kreisklinik Bad Aibling ein HNO-Zentrum im Gespräch, für die Kreisklinik Wasserburg ein geburtshilfliches Zentrum und für die Kreisklinik Prien ein Darmzentrum. Außerdem könne man den gesundheitspolitischen Herausforderungen durch Synergie-Effekte und finanzielle Vorteile besser begegnen, so Günther Pfaffeneder, Geschäftsführer des Klinikums Rosenheim.
Pfaffeneder ist einer von zwei Chefs der neuen Gesellschaft. Zusammen mit Franz Huber, zuständig für die Kreiskliniken, soll er den Verbund in eine Zukunft führen, in der der Spagat zwischen Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit gelingt. Neiderhell hob hervor, dass durch die Fusion der Krankenhäuser ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer optimalen und wohnortnahen medizinischen Versorgung der Bürger aus der Stadt und dem Landkreis beschritten wird. «Zusammen sind wir als größere Einheit eine leistungsfähige Truppe, die für 320000 Bürger in Zukunft hervorragende medizinische Versorgung bietet.»
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