Jugendgynäkologie schließt eine Versorgungslücke Bad Aibling Mangfallbote, 17.04.2007, Elke Wrede-Knopp - In Deutschland nimmt laut Kreisklinik Bad Aibling die Zahl der ungewollten Teenagerschwangerschaften stetig zu.
Eine Vorbeugung durch genaue Erläuterung der Verhütungsmöglichkeiten, aber auch der Gefahren des Sexualkontaktes - unter anderem sexuell übertragbarer Erkrankungen - kann ihr zufolge deshalb notwendig sein. Gerade auf den Bereich Kinder- und Jugendgynäkologie, einem Spezialgebiet der Gynäkologie, legt hier die Belegärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Kreisklinik, Dr. Andrea Augustin, Gewicht. Ursachen, Symptome und Behandlung von Erkrankungen des weiblichen Körpers sind nach ihren Angaben vielfach abhängig vom hormonellen Entwicklungsstand. Damit sind gynäkologische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen häufig unterschiedlich von Erkrankungen der erwachsenen Frau.
Die Kinder- und Jugendgynäkologie füllt nach Angaben der Kreisklinik die Lücke, die lange in der Betreuung von gynäkologischen Erkrankungen, Symptomen und Problemen bei kleinen und heranwachsenden Mädchen bestand. Die Aufgaben der Kinder- und Jugendgynäkologie würden Vorbeugemaßnahmen (Beratung zur Intimhygiene, Sexualerziehung, Schwangerschaftsverhütung etc.), Diagnostik und Therapie von Erkrankungen, Erkennen und Korrektur von Fehlbildungen und Nachweis und Therapie von Entwicklungsstörungen umfassen. Es verwundere nicht, dass die Ärztin, die auf langjährige Erfahrung und Fortbildungen in diesem Bereich zurückgreifen könne, diesen Arbeitsbereich - insbesondere dem Schaffen einer vertrauensvollen Basis für Verhütung und Infektionsschutz - große Bedeutung einräume.
Vor sieben Jahren hatte Dr. Augustin eine Gemeinschaftspraxis im Jobsharing mit Dr. Kerscher in Bad Aibling übernommen und wurde zugleich Belegärztin an der Kreisklinik. 2003 folgte die Übernahme der Praxis Dr. Kerscher durch die Praxisgemeinschaft mit Frauenarzt Dr. Zettl, ebenfalls Belegarzt an der Kreisklinik. Kontakt: Dr. Andrea Augustin, Telefon in der Kreisklinik: 08061/930154 oder Praxis: 08061/5697. Mangfallbote, 17.04.2007, Elke Wrede-Knopp
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